Rayleigh-Streuung lässt Fernen blauer erscheinen, besonders nach kalter Nacht. Dann genügt eine leichte Unterbelichtung, um Tiefe zu halten, bevor die Sonne Grate vergoldet. In dieser kurzen Zeit trägt jede Reflexion Gewicht: feuchte Steine, Schleierwolken, sogar Atem. Ein fester Stand, klare Linien und ein geduldiger Rahmen ergeben Bilder, die nicht an Lautstärke, sondern an Stille erinnern. Danach lohnt es, die Kamera einzupacken und einfach zu schauen.
HP5 und Tri‑X lieben diffuses Licht und lassen sich problemlos um eine Blende schieben, wenn Wolken dicht ziehen. Portra 400 trägt Hauttöne behutsam, Ektar 100 schneidet kalte Luft kristallin. Push-Entwicklung steigert Körnung und Nerven, Pull schenkt Reserven in Schnee. Wichtig bleibt, Notizen zu führen: Temperatur, Filter, Belichtung. Wiederholung macht Handschrift, nicht Presets. Wer Fehler dokumentiert, entdeckt Muster und gewinnt Freiheit, weil Entscheidungen vom Zufall zur Absicht wechseln.
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